Es war einmal...
Schön wär's, wenn es wie in dem bekannten Volksmärchen zuginge und die Arbeit der Ingenieure über Nacht von elektronischen Heinzelmännchen erledigt würde. Mit Heinzelmännchen können wir zwar nicht dienen - aber Sie sollten es einmal mit einem ZWERG versuchen!
Oliver Thamm stellte den ZWERG11A in rfe Heft 1+2/93 vor. Das "Computerchen" ist eines der kleinsten aus unserem Programm - ein Zwerg eben - aber er hat es dennoch faustdick hinter den Ohren. Eine besondere Eigenschaft zum Beispiel ist die Möglichkeit, Anwenderprogramme im EEPROM des ZWERG11A zu verewigen. Weder ein spezieller Programmer noch Programmierspannungen sind dazu nötig, denn der verwendete Mikrocontroller MC68HC11A1/E1 hat die Ladepumpe zur Erzeugung der Programmierspannungen bereits "on chip".
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Die in aller Regel auf einem PC erstellten Assemblerprogramme können über die serielle Schnittstelle direkt ins EEPROM geladen werden. Nach dem Umstecken eines Jumpers wird das in den Controller "gebrannte" Programm bei Reset gestartet. Das Löschen des EEPROM vor der Neuprogrammierung erfolgt in Bruchteilen von Sekunden - und was die Zuverlässigkeit und die Zahl der Neuprogrammierungen betrifft ist ein EEPROM einem herkömmlichen EPROM mittlerweile überlegen. Freescale garantiert 10000 Neuprogrammierungen und einen Datenerhalt von über 10 Jahren.
Vielfältige Anwendungen
Schnittstellenprobleme wie z.B. die Umsetzung von seriell (RS232, RS485 usw.) auf parallel (Centronics oder beliebige digitale Ein-/Ausgänge) und anders herum werden einfach lösbar. Die Ansteuerung von beispielsweise 20 Relais, LEDs o.ä. über eine RS232 Schnittstelle wird mit dem ZWERG11A zum Kinderspiel.
Wer Meßwerte erfassen will, kann dies einfach mit einem ZWERG11A bewerkstelligen, denn ein 8 Kanal/ 8 Bit AD Wandler ist schon "on board". Die gewonnenen Werte können auf einer über Flachbandkabel anschließbaren LCD dargestellt oder per RS232 weitergeleitet werden.
Wer früher ein Problem wie z.B. digital rein-raus, ein paarmal verundet, - verodert, -negiert, zeitlich verzögert und dann nochmals verknüpft mit Hilfe von Tabellen und Minimierungen gelöst hat, ist gut beraten, sich einen ZWERG11A anzuschaffen. Die Vorteile liegen auf der Hand: statt mit berüchtigten "TTL-Gattergräbern" wird jetzt mit Software gearbeitet. Einfach, schnell - und leicht zu verändern. Damit lassen sich Taktraten von bis zu 3 kHz erreichen.
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Technische Daten:
- Platine 51mmx54mm
- 8Bit CPU MC68HC11A1/E1
- 2MHz Systemtakt
- Versorgungsspannung 5V
- Stromaufnahme (softwareabhängig) 0,1...9mA
- Reset Controller mit Spannungsüberwachung
- 256 Byte RAM
- 512 Byte EEPROM für Programme
- Logik für den Programmstart aus dem EEPROM des 68HC11A1/E1
- Real Time Clock RTC 4553 mit Batterie (optional)
- IF-Steckverbinder
- SPI serielles Interface für Peripherie-Bausteine (parallel I/O, AD-DA-Wandler usw.)
- Timersystem mit 16Bit Registern. 5 Output compare 3 input capture
- 8Bit AD-Wandler mit 8 Kanälen
- bis zu 40 digitale Ein-/Ausgänge (ggf. abzüglich genutzter Sonderfunktionen)
- Steckverbinder für alphanumerische LCDs, Steckverbinder für graphische LCDs
- opt. Potentiometer für LCD-Kontrast
Entwicklungspaket:
Damit die Anwendung des ZWERG11A wirklich so einfach wie oben beschrieben abläuft, bieten wir Ihnen ein komplettes Entwicklungspaket an:
- ZWERG11A mit Handbuch und Diskette
- IF-RS232-Modul
- Kabel für IF-Modul
- Kabel für IF-Modul zu PC/AT
- Terminalprogramm zu Kommunikation PC-ZWERG11A
- Programmierprogramm zum Download auf ZWERG11A
- Crossassembler AS11
- diverse Hilfsprogramme
Achtung: einige Softwarekomponenten in diesem Paket setzen ein DOS-Betriebssystem voraus!
Als Alternative zum Assembler aus dem Entwicklungspaket bieten wir auch eine Integrierte Entwicklungsumgebung an. Darüber hinaus empfehlen wir zum Einstieg Arnulf Wallrabes HC11-Buch, welches den ZWERG11A als Grundlage verwendet.
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