Eurokarte mit dem 68HC11
Klein, sparsam und flexibel - das sind die Eigenschaften von MOPS schrieb die ELRAD bei Erscheinen der MOPS-Artikel. Entwickelt wurde der MOPS11 von Hans-Jörg Himmeröder, der bereits die 68er-KATcen in Hard- und Software maßgeblich mitgestaltet hat.
Die Europa-Karte (100x160mm) wird von der MOPS Schaltung nur zur Hälfte ausgenutzt. Die andere Hälfte steht Ihnen als Lochrasterfeld für eigene Aufbauten zur Verfügung. Damit Sie auf diesem großen Rasterfeld bei Bedarf schnell und einfach Peripheriebausteine anschließen können, sind die Adreß- und Datenleitungen, sowie alle nötigen Select- und Steuerleitungen zum Rasterfeld herausgeführt. Die Portleitungen gehen auf eine 64polige VG-Leiste.
Der hier eingesetzte Mikrocontroller ist ein 68HC11A0 (bzw. A1) im 52poligen PLCC-Gehäuse. Als Speicher sind ein 32 KB RAM plus ein 32 KB EPROM einsetzbar. Während der Entwicklungsphase kann der Rechner jedoch auch voll mit 64 KB RAM bestückt werden.
MOPS Betriebssystem
Sie können den MOPS11 über die serielle Schnittstelle mit einem PC verbinden, für den dann als Entwicklungsumgebung ein MOPS11-spezifisches Betriebssystem zur Verfügung steht. Bitte beachten Sie die beiden im Lieferumfang enthaltenen Compiler (Pascal, Basic), die auch Assembler-Opcodes, bzw. in Hochsprache geschriebene Interruptroutinen verarbeiten können. Fertige Programme werden zum MOPS11 geschickt und können dort getestet werden (Trace-Modus).
Das MOPS-Betriebssystem enthält folgende Komponenten:
- Programmeditor
- Monitor mit Tracingmöglichkeit
- Assembler
- BASIC-Compiler mit Labelverarbeitung und vielfachen Schleifenstrukturen
- PASCAL-Compiler
- Assemblereinbindung direkt in die BASIC- und PASCAL-Texte möglich
- Interruptroutinen in BASIC und PASCAL programmierbar
- Das Laufzeitsystem, das auf dem MOPS11 läuft, wird als Assemblerquelle beigefügt.
Zum Umfang des MOPS-BASIC gehören auch While- und Repeatstrukturen sowie lange IF-Schleifen. MOPS-PASCAL und MOPS-BASIC sind beides echte Compiler. Daher laufen die übersetzten Programme um ein Vielfaches schneller, als die gängigen Interpreter-Lösungen.
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Technische Daten:
Als frei verfügbare I/O-Leitungen bietet der 68HC11 in der Betriebsart mit externen Speicherbausteinen:
- 3 TTL-Eingänge, auch als Timer-Eingänge nutzbar
- 4 TTL-Ausgänge, auch als Timer-Ausgänge nutzbar
- 1 TTL-I/O Port mit wählbarer Richtung, auch als Timer-Ausgang nutzbar
- 4 TTL-I/O Leitungen mit wählbarer Richtung, auch als SPI-Port nutzbar
- 2 Serielle Leitungen für eine RS232-Schnittstelle (RxD und TxD)
- 8 AD-Eingänge (8-Bit Auflösung), auch als TTL-Eingänge nutzbar
Weitere Peripheriebausteine auf der Karte sind:
- 8 TTL-Ausgänge, realisiert mit 74HC273
- Echtzeituhr RTC72421
- LCD-Port für Anzeigen von 1 Zeile bis 8 Zeichen bis 2 Zeilen zu 40 Zeichen (direkt am Bus betrieben, eigenes Chipselect)
Der Expander-Schaltkreis 68HC24 stellt die Portleitungen, die der Controller 68HC11 bei der Betriebsart mit externem Speicher zwangsläufig verliert, diesem wieder zur Verfügung. Dieses Leitungen sind:
- 8 TTL-Ausgangsleitungen
- 8 TTL I/O-Leitungen mit wählbarer Richtung
- 2 Handshake-Leitungen
Der Artikel, in dem Sie die Hardware Beschreibung von H.J. Himmeröder zu dieser Karte finden, ist in der ELRAD 3/91 abgedruckt, die beiden Artikel über das MOPS-Betriebssystem finden Sie in ELRAD 4/91 und 5/91.
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